Jade Regent

Ewiges Eis

Weißer Drache, weißer Sturm

Die Reise begann für unsere Helden eher entspannt. Es war zwar kühl, aber sie waren gut ausgerüstet. Auch Nahrung war reichlich vorhanden, hatten sie doch mit allerlei magischen Utensilien nachgeholfen.
Doch schon nach den ersten Tagen sollte ihnen die Gefahr der Reise klar werden:
Sie mussten sich einem Frostriesen und seinem Begleiter, einem Frostwolf stellen, die in den Landen nördlich von Kalsgard Position bezogen hatten. Der Riese griff ohne zu zögern an und kämpfte bis zum Tod. Erst als er blutend im Schnee lag, konnte man seine letzten Worte hören: “Ein ehrenhafter Tod im Kampf.” Allem Anschein nach war der Riese zum Sterben in das Land seiner Vorväter gekommen. Bei seinen Überbleibseln fanden die Helden zudem die Leiche eines weiteren Führers durch das Eis, einem Kollegen von Ulf, sowie einen gepanzerten Wagen und eine Karte des Hohen Eises. Mit dieser magischen Karte war die Reise durch die weiße Wüste noch etwas leichter.
Doch das Eis wartete mit weiteren Gefahren. Fast wären die Helden einer Flammenhexe zum Opfer gefallen, die die Illusion einer Rasthütte erzeugt hatte. Kaum hatte sie die Helden in die Hütte gelockt, griff sie sie zusammen mit zwei Irrlichten an. Nur gemeinsam gelang es, die Hexe, die mit grausamem Feuer wütete, zu besiegen.
Die folgenden Reisetage verlieren ohne größere Zwischenfälle, hatten sich die Helden doch für eine etwas längere, aber weniger gefährliche Route entschieden.
Als sie an den Rand des Hohen Eises kamen, offenbarte sich ihnen jedoch eine weitere Gefahr: Am Horizont sahen sie für kurze Zeit die Silhouette eines weißen Drachen am Himmel.
Ulf schlug vor, eine Siedlung der Erutaki zu besuchen, jener Einwohner des Ewigen Eises, die seit Generationen gelernt hatten, im diesen Gefilden zu leben.
Doch ihr Eintreffen dort stand unter einem dunklen Stern. Kaum hatten sie die große Wohnhöhle betreten, da wurden sie schon als Unheilsbringer vom Schamanen des Dorfes beschimpft. Er prophezeite, der Drache würde zurück kommen, wenn nicht einer der Fremden als Opfer dargebracht würde.
In einem Wortgefecht mit dem Alten gelang es den Helden das Dorf davon zu überzeugen, dass er Alte log und dass sie sogar, wenn auch mit Angst in den Knochen, helfen würden, das Dorf vor dem Drachen zu beschützen.
Daraufhin versuchte der Alte mit Hilfe von Magie zu fliehen, womöglich sogar, unsere Helden anzugreifen. Doch seine Magie konnte jener von Mizuki nichts entgegen setzen: Sie antarnte ihn, und gemeinsam brachten sie den Mann zu Fall, töteten ihn jedoch nicht.
In einem Verhör und in einer Befragung der Anführerin des Dorfes wurde klar, dass der Alte vorher nicht so gewesen war, etwas hatte ihn verändert, ihn verbittert und hasserfüllt gemacht. Sein Lehrling konnte schließlich neue Hinweise geben: Der Alte war auf seinem Weg zum Meditationsplatz immer wieder verschwunden. Als sie diesen Ort absuchten, stießen die Helden auf einen Geheimgang. Dort, hinter einigen eisigen Wächtern, fanden sie zerstörte Eier eines weißen Drachen, sowie Hinweise auf eine Herrin, der der Alte gedient hatte. Zudem offenbarte sich, dass diese Herrin, allem Anschein nach eine Oni, darauf aus war, die Helden, vor allem aber Ameiko aufzuhalten und zwar indem sie die Schneestürme des Ewigen Eises mit Hilfe besonderer Magie zu kontrollieren gelernt hatte. Jeder Versuch, den Weg von Anghei zu gehen, würde in der Falle der Hexe enden.
Uneinsichtig trotz seiner Taten, blieb unseren Helden nichts übrig, als den Alten schließlich zu töten und seine Seele den Göttern zu übergeben. Er wäre mit seiner Zauberkraft eine viel zu große Gefahr in Abwesenheit der Helden gewesen.
Nach längerer Planung und Ausrüstung mit neuen Steigeisen durch die Erutaki machten sich die Helden auf den Weg zum Hort des weißen Drachen.
Durch die Zerstörung ihrer Eier war die Weiße offenbar noch so in Rage, dass sie unbedacht kämpfte, sehr zum Glück unserer Helden. Zornentbrannt stürzte sie sich auf sie, so dass die Krieger sie gemeinsam bezwingen konnten.
Dankbar über die Hilfe schickten die Erutaki unsere Helden mit guten Wünschen und einem mächtigen Schutz vor der Kälte, einem Banner des Wohlbefindens, auf den Weg zu dem besagten Turm, wo die Hexe sich eingenistet hatte.
Je näher sie dem Turm kamen, desto kälter und stürmischer wurde es. Schließlich wurde das Gelände so uneben, da der Turm in der Nähe eines Gebirges lag, dass die Wagen nicht mehr voran kamen. Unsere Helden mussten zu Fuß weiter.
Als sie schließlich an dem Turm ankamen, blickten sie, nach einem kurzen Angriff am Eingang des Turmes an ihm hinauf. Über einhundert Meter ragte der schwarze Turm in die Höhe, an seiner Spitze wirbelte ein Mahlstrom aus Sturm- und Schneewolken und in dessen Zentrum glomm die Spitze des Turmes in einem gefährlichen blau.
Mit zusammengebissenen Zähnen nickten die Helden einander zu und betraten den Turm.

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